Trash-TV-Produkten wie „Die Bergretter“ und „Katie Fjord“ einstellen?

Wie überraschend, dass Alexander Kissler, NZZ, denen beispringt, die den öffentlichrechtlichen Sendern in Deutschland gern an die Karre fahren. Natürlich lässt er sich nicht als Reaktionär titulieren. Er ist doch liberal und frönt diesem Hang, in dem er zuletzt zur NZZ wechselte. Dort angekommen, im neuen „Westfernsehen“ hat er sich fest vorgenommen, den deutschen Medien noch häufiger als Bein zu pinkeln als vorher bei Cicero.

Ich finde seine Betrachtung aber dann immer noch netter, als das, was ich anderswo über den sachsen-anhaltinischen Coup gegen die Preiserhöhung gelesen habe. Dort war man der Ansicht, dass Trash-TV-Produktionen wie „Die Bergretter“ oder „Katie Fjord“ endlich eingestellt werden müssen. Ich sag das mal meiner Mutter (88) und meiner Schwiegermutter (96). Schätze, die sehen das etwas anders. Und sie zahlen auch Rundfunkgebühren. Gruß an alle reaktionären Kräfte in diesem Land: Kauft euch doch eigene Sender. Oder improvisiert irgendwas. Die AfD macht das auch so.

Corona – Wissen und Glauben

Auch dann nämlich, so Mills Argument, wenn die Richtigkeit der eigenen Meinung im eigenen Umfeld ausser Frage steht, ja selbst dann, wenn die fragliche Überzeugung offensichtlich den Tatsachen entspricht, ist es wichtig, sie mit herausfordernden Gegenmeinungen zu konfrontieren. Und dies gleich aus mehreren Gründen. Dogmatisiert man die eigene Meinung, verliert man das Gefühl für deren Schwachstellen. Mehr noch, es entgeht einem der tiefere Sinn dessen, worauf man schwört, sei’s die «bedrohte Heimat», sei’s die «drohende Umvolkung». Es wird ohne Nachdenken geredet – und auch gehandelt. Man bewegt sich dann, geistig unbeweglich und taub für Neues, auf ausgetretenen Pfaden. Erzwingen schliesslich neue Umstände eine Änderung des Kurses, dann ist mit Fehlreaktionen zu rechnen – eine Lehre aller evolutionären Auslöschung, ob natürlich oder kulturell.

Lasst Ideen statt Menschen sterben: die Wahrheiten rund um Corona

NZZ, Peter Strasser ist Universitätsprofessor i. R. Er lehrt an der Karl-Franzens-Universität Graz Philosophie. Zuletzt ist erschienen: «Die Sprengkraft des Humanismus. Ein Beitrag zur Politik der Seele». Karl-Alber-Verlag, 2020.

weiter

Vergewaltigungsprogramme der Ungarn und Polen müssen gestoppt werden!

Staaten unterhalten keine Freundschaften, sie haben Interessen. Sind sie nicht kompatibel, so gibt es Möglichkeiten, diese einander anzunähern. Ob das mit einem Kerl wie Victor Orban oder den Polen eigentlich auch noch lange klappen wird? Vermutlich wird heute wieder irgendein fauler Kompromiss gefunden, der es den Ungarn und Polen „erlaubt“ ihre Zustimmung zum Hilfsprogramm zu geben. Wie lange werden die BürgerInnen der EU diese permanenten Vergewaltigungen, die ihnen als Kompromisse verkauft werden, noch ertragen?

Verdorbene Mainstreammedienbekämpfer

Da schrieb mal einer bei Tichys Einblick was Positives über eine ZDF-Doku, die dieser Woche über die politischen Extreme rechts und links lief und was machen die Autoren der Drukos draus? Den üblichen rechten Dreck. Daran erkennt immerhin jeder sehr schön, wie verdorben diese Organe der selbsternannten Mainstreammedienbekämpfer sind und welchen unheilvollen Einfluss sie auf ihre LeserInnen nehmen.

Kissler und Sputnik

Wenn ein so konservativer Journalist wie Dr. Alexander Kissler bei der NZZ ein neues Biedermeier ankündigt, und zwar deshalb, weil in seinen Ohren manche Ansagen von Politikern etwas robust daherkommen, möchte ich dazu äußern, dass seine Aussagen mich an die seiner Kollegen vom Russensender Sputnik erinnern. Die erzählen auch immer, wie Autorität die deutsche Corona-Politik ist. Zum Totlachen sowas.

Die falschen Soldaten

Heiko Maas hat Wehrdienst abgeleistet. Er hat also gedient und sollte die Uniformen der Bundeswehr halbwegs erkennen. Auch wenn sich diese unter rein modischen Aspekten seitdem wohl verändert haben dürften. Dass er der Bundeswehr zum 65. gratuliert hat bzw. sein Sozial Media Team mit dem Glückwunsch ein Foto gepostet hat, das keine deutschen, sondern belgische Soldaten zeigt, ist – nun ja – etwas lustig. Wie das „die anderen“ sehen, ist allerdings auch klar. Gott sei Dank war es nicht Kramp-Karrenbauer.

Verzweiflung über die Versäumnisse ist nicht identisch mit der Rechtfertigung von islamistischen Gräueln.

Zuerst dachte ich: Wieder so ein Artikel, in dem ein Muslim über die schlechten Lebensbedingungen für Muslime jammert und damit zu rechtfertigen versucht, was alles im Namen seiner Religion geschieht. Liest man das komplette Interview, wird die große Verzweiflung über die Zustände deutlich, die noch schlimmer sind als hier in Deutschland. Die Tendenz der Entwicklung ist allerdings ähnlich. Eins ist sicher: Es braucht mehr als gegenseitige Vorwürfe.