Werden alle normalen WordPress – Themes durch AMP-Versionen ersetzt oder wie?

Horst Bloggen Kommentieren

Kaufen wir deshalb demnächst alle gleich AMP-Themes, weil Google eine Idee hat? Von solchen Themes gibts schon eine Menge.

Ich habe über einen längeren Zeitraum das AMP-Plugin „AMP for WP – Accelerated Mobile Pages“ eingesetzt. Der Entwickler hat die entsprechend optimierten Themes  im Angebot.

Mein Start mit dem tollen Plugin war ein wenig holprig, aber dann war ich ganz zufrieden. Zum Bruch ist es infolge der DSVGO gekommen. Die Frage der im Plugin verwendeten Google-Fonts war leicht zu lösen. Aber es gab andere Bedenken. Ich mag keine Risiken eingehen und der leichte Geschwindigkeitsvorteil für mobile Anwender wog mir das nicht auf. Also habe ich das Plugin abgeschaltet. In diesem Blog läuft es aber aktuell noch. Siehe hier.

Jetzt schreibt Yoast in seinem aktuellen Newsletter dieses:

Redirecting responsive pages to AMP pages Google is pushing the idea of what they call canonical AMP, which means that AMP (Accelerated Mobile Pages) is the only version of your page. It would require canonical content to be compatible with AMP content to improve user experience. If they don’t match, it would make users click for ‘full content’ or an equivalent. We received a question from William about redirecting responsive pages to AMP pages. He actually prefers the clean, stripped look of AMP pages and his click-through rate is amazing. But does it affect SEO? Let’s Ask Yoast!

Das von mir auch verwendete WordPress Theme: „Newspaper“ enthält von Hause aus bereits eine entsprechende AMP-Version. Das schließe ich jedenfalls aus den entsprechenden Einstellungen und der Performance in der mobilen Darstellung.

Posten ins Facebook – Profil via Buffer ist nicht mehr möglich

Horst Bloggen, Medien Kommentieren

Buffer schickt mir heute eine E-Mail. Das ist ihr Kern:

On July 26th, 2018, you will no longer be able to manage personal Facebook Profiles in Buffer. We noticed that you have at least one personal Facebook Profile connected to Buffer, so we wanted to give you advance notice that this change is coming. In preparation, we are also currently disabling new Facebook Profile connections.

Ok. Dann lösche ich jetzt eben auch Buffer. Denn meine Facebook-Seite, die ich stattdessen nutzen könnte, existiert bereits nicht mehr.

Vermutlich ist das auch eine Folge der DSVGO und eine Reaktion von Facebook auf die Veränderung.

Wenn morgen ohnehin das Leistungsschutzrecht vom EU Parlament abgesegnet wird, brauche ich ja sowieso keine Verlinkungen in soziale Netzwerke mehr. Wird ganz schön grau, das europäische Internet.

Update: Das ist schon aktiviert worden:

Ich kann also schon keine Links mehr in mein Facebook-Profil schicken. Buffer habe ich sofort gelöscht.

WordPress: Aus Backend ausgesperrt?

Horst Wordpress 2 Kommentare

Ich wollte die URLs meiner Website anpassen. Dabei habe ich wohl etwas falsch eingegeben und jetzt komme ich nicht mehr ins Backend. Wie kann ich die URLs korrigieren?

Im Moment häufen sich (wohl auch wegen DSGVO) Anfragen von AnwenderInnen, die unter Einstellungen > Allgemein falsche URLs eingegeben und sich dadurch ausgesperrt haben. Glücklicherweise lässt sich der Fehler aber schnell beheben.

Quelle: Website- und WordPress-URL korrigieren | pixolin

Verantwortungslose Fanpage-Betreiber?

Horst Bloggen, DSVGO 1 Kommentar

Dies hier verzapfen die deutschen Datenschutzbehörden zur EuGH-Entscheidung. Ich finde, allein die äußerst provokante Überschrift zeigt, auf welcher Seite die Datenschutzbehörden stehen. Sicher nicht auf der von Kleinunternehmern oder uns Bloggern:

Die Zeit der Verantwortungslosigkeit ist vorbei:
EuGH bestätigt gemeinsame Verantwortung von Facebook und Fanpage-Betreibern

Die unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder begrüßen das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 5. Juni 2018, das ihre langjährige Rechtsauffassung bestätigt. Das Urteil des EuGH zur gemeinsamen Verantwortung von Facebook und den Betreibern einer Fanpage hat unmittelbare Auswirkungen auf die Seitenbetreiber. Diese können nicht mehr allein auf die datenschutzrechtliche Verantwortung von Facebook verweisen, sondern sind selbst mitverantwortlich für die Einhaltung des Datenschutzes gegenüber den Nutzenden ihrer Fanpage.


Quelle: https://www.datenschutz-berlin.de/pdf/publikationen/DSK/2018/2018-DSK-Fanpages_EuGH_Urteil.pdf

Mich würde interessieren, wie sich diese Damen und Herren die „datenschutzrechtliche Verantwortung“ genau vorstellen, die wir nun gemeinsam mit Facebook zu tragen haben?

Die deutschen Aufsichtsbehörden weisen darauf hin, dass nach dem Urteil des EuGH dringender Handlungsbedarf für die Betreiber von Fanpages besteht. Dabei ist nicht zu verkennen, dass die Fanpage-Betreiber ihre datenschutzrechtlichen Verantwortung nur erfüllen können, wenn Facebook selbst an der Lösung mitwirkt und ein datenschutzkonformes Produkt anbietet, das die Rechte der Betroffenen wahrt und einen ordnungsgemäßen Betrieb in Europa ermöglicht. Link: 2018-DSK-Fanpages_EuGH_Urteil.pdf

Ich habe heute meine einzige „Fanpage“ deaktiviert. Wer von uns kleinen Bloggern hat schon die Hoffnung, dass Facebook anhand bisheriger Erfahrungswerte ein, wie die sagen, „datenschutzkonformes Produkt“ anbietet? Ich würde mich köstlich darüber amüsieren, wenn Facebook seinen europäischen Nutzern stattdessen so was wie das hier anbietet:

 

Aber das Geschäftsmodell wird eine solche radikale Lösung nicht zulassen. Bin gespannt, wie ein Kompromiss aussieht und ob die deutschen oder europäischen Datenschutzbehörden dann immer noch jubilieren werden.

Vielleicht gewinnen wir in den nächsten Wochen oder Monaten (?) Klarheit darüber, was sich solche Wichtigtuer eigentlich genau darunter vorstellen und was sie veranlasst, solche „Siege“ auch noch zu feiern.

Abmahngefahren: Bloß nix verdecken durch den Cookie – Hinweis.

Horst Bloggen, DSVGO 2 Kommentare

Und wieder habe ich etwas überlesen, was die DSGVO anlangt. Und es ist wohl zu befürchten, dass es anderen bei diesem Mammut nicht anders geht:

Wichtig: Wenn der Cookies-Hinweis am Ende der Webseite erscheint und ein eventuell nur dort befindlichen Link zum Impressum verdeckt, droht eine Abmahnung. Das ist insbesondere auch bei einem Aufruf der Webseite auf einem Handy zu prüfen. (DSGVO-Tipp Nr. 2) Link: DSGVO Technikkosten ǀ DSGVO-Kosten für Websites: 2,5 Milliarden € — der Freitag

Ich habe „mal“ gelesen, dass das Impressum im Menü nicht an erster Stelle, sondern auch als erster Unterpunkt auftauchen dürfe. Ich habe das Impressum in den Punkt Daten zusammen mit der Datenschutzerklärung gegeben. Ob das heutzutage rechtlich noch vertretbar ist? Dafür habe ich beide Punkt im Footer in ein eigenes Menü gepackt und dort ganz nach oben. Aber hier könnte genau das geschehen, was im „Freitag“ erwähnt wurde (s. Zitat).

Negative Auswirkungen der EU-Regulierung auf die Informationsgesellschaft

Horst Bloggen, DSVGO Kommentieren

Naanoo aktualisiert dankenswerterweise auf dieser Seite markante Beispiele negativer Auswirkungen der DSVGO / EU Regulierung.

Wir sammeln auf dieser Seite Berichte über negative Auswirkungen europäischer Regulierung auf Informationsgesellschaft, Informationswirtschaft und Freiheitsrechte.

Quelle: Negative Auswirkungen der EU-Regulierung auf die Informationsgesellschaft

Weitere interessante Themen:

Quelle: Mit der DSGVO stirbt die Vielfalt im Netz

 

15 Jahre WordPress 

Horst Wordpress Kommentieren

Wie sich die „Biografien“ gleichen (siehe unten verlinkten Podcast von Presswerk) 🙂 Als ich 2004 mit dem Bloggen anfing, gab es auch WordPress bereits. Aber erst ungefähr ein Jahr. Ich war zuerst mit einem Blog bei myblog.de (Die Community gibt es noch heute, allerdings ist die Site im Moment nicht erreichbar… vielleicht hat auch hier die DSVGO zugeschlagen?) Es gibt einige wenige Blogs, die es dort damals gab und auf die ich heute noch gelegentlich treffe. Darunter befand sich der größte Hetzblog gegen Muslime in deutscher Sprache. :-/

2005 habe ich meinen ersten eigenen WordPress – Blog gehostet. Die Einschränkungen bei myblog.de verleiteten mich damals, mich nach anderen Lösungen umzugucken.

2006 erhielt ich meine erste Abmahnung für eine Urheberrechtsverletzung. Der Fall machte damals Furore. Mir bereitete er eine traumatische Erfahrung.

Die vielfältigen Möglichkeiten, die selbstgehostete Blogs vor allem in technischer Hinsicht auch damals schon geboten haben, haben mich gereizt, was anderes auszuprobieren. Wenn ich mich richtig erinnerte, gab es damals nicht allzu viele Alternativen (Movable Type, Serendipity). Mit anderen Möglichkeiten habe ich mich nie wirklich beschäftigt.

Mein Provider hieß damals 1&1. Die Scheidung einige Jahre später war – technisch gesehen – eher schmerzhaft, und meine Vorbehalte gegen diesen Provider habe ich bis heut nicht mehr abgelegt. Seitdem bin ich sehr zufriedener Kunde bei Allinkl.com.

Der erfrischende Podcast über die Geschichte von WordPress lohnt sich:

Empfehlung: 15 Jahre WordPress – aus Sicht der deutschen Community – PressWerk – WordPress Podcast